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Campingurlaub mit VW-Käfer

Andrea Kerkhoff aus Münster berichtet:

 

„Meine Tante und mein Onkel liebten ihren VW-Käfer und den Campingurlaub. Damit das zusammen gehen konnte, haben sie ihren Käfer in sorgfältiger Vorbereitungsarbeit zu einem Raumwunder umgestaltet. Schließlich galt es, eine komplette Campingausrüstung zu transportieren für Vater, Mutter und vier Kinder! Neben einem großen Hauszelt, Schlafsäcken, Luftmatratzen, Kleidung und Küchenausrüstung mussten Onkel, Tante und vier Kinder schließlich auch noch ins Auto passen. Wer selbst schon einmal mit einem VW-Käfer gefahren ist weiß, dass es schon eine kniffelige Aufgabe war mehrere Bierkisten oder gar einen Kinderwagen darin zu transportieren.
Damit der geliebte Campingurlaub trotzdem möglich war, mussten also umfangreiche Vorbereitungen erfolgen, wohl ein Vorläufer für das spätere Gameboyspiel Tetris: Jedes Gepäckstück musste einen gut gewählten Platz erhalten, damit möglichst viel rein passte. Meine Tante nähte Säckchen und Taschen passend für alle Hohl- und Zwischenräume, mein Onkel baute die Rücksitzbank aus und einen Dachgepäckträger aufs Dach. Die Kinder konnten sich dank fehlender Anschnallpflicht und Kindersitze direkt auf die Schlafsäcke, Luftmatratzen und Zeltsäcke setzen. Spielzeug konnte nicht viel eingepackt werden, dafür gab es auf dem Campingplatz einen Bachlauf mit Steinen, streunende Katzen und viel Platz zum Toben.
Trotz dieser rekordverdächtigen Transportleistung war mein Onkel dann später einer der ersten VW-Variant-Fahrer (Kombi), aber dem Campingurlaub ist er lange treu geblieben.“

(Foto: Campingurlaub 1971 in der Eifel)

Publikationsdatum: 09.05.2012

Themen: Erinnerungen